Mi
26
Aug
2009
Champions Run Berlin
Oh wie war das schön... super Wetter (zum Laufen vielleicht ein bisschen zu warm...), Leichtathletik-WM und eine neue persönliche Bestzeit – viel besser kann ein Wochenende kaum sein!
Am Samstagmittag fand der WM-Marathon statt – auf einem 10-Km-Rundkurs. Es war sehr stimmungsvoll an der Strecke und v.a. die deutschen Läufer wurden ordentlich angefeuert. Allein das war schon Erlebnis genug – und motivierte mich für meinen Lauf. Dieser 10 Km-Lauf fand nämlich auf der WM-Strecke statt. So machten sich 6000 Läuferinnen und Läufer auf den Weg, den die WM-Teilnehmer bereits beschritten hatten. Dementsprechend groß war auch das Gedränge am Start und kurz nach Startschuss lagen vereinzelt paar Leute auf der Nase. Aber das kommt halt dabei raus, wenn es keine Startblöcke gibt und Läufer vorne stehen, die dort definitiv nicht hingehören. Mein Start war deshalb auch nicht ganz so gelungen, schließlich musste ich zweimal ausweichen – wegen vor mir Gestürzten. Nach einem Km lief ich dann zur Spitzengruppe auf – diese wurde angeführt von Steffen Uliczka, deutscher WM-Teilnehmer über 3000m Hindernis. Und wir waren schnell unterwegs. Es war genau das Rennen, das ich mir gewünscht hatte. Allerdings verpasste ich es bei Km drei mit Steffen und zwei Anderen mitzugehen und lief in der Verfolgergruppe. Gefühlt waren die ersten fünf Km ziemlich schnell, die Uhr sprach dagegen (15:30 Min) – aber ich war noch auf Bestzeitkurs und die sollte ja schließlich fallen. Nach 5,5 Km zerfiel meine Gruppe und jeder ist für sich gelaufen. Ich befand mich zunächst auf Platz 6, einen Km später war ich Siebter. Nun ging es nur über den Kampf zur neuen Bestzeit und drei Km vor Schluss lag ich immer noch auf Kurs. Die erträumte Zeit von unter 31 Minuten spielte zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Rolle, hauptsache es würde unter 31:25 sein. Ich legte mich noch einmal ins Zeug und holte langsam wieder auf den vor mir Laufenden auf. 1,5 Km vor Schluss war man schon auf der Zielgeraden „Unter den Linden“ und das Ziel am Brandenburger Tor war in Sichtweite. Bei Km 9, ich hatte mich gerade auf den 6. Platz vorgekämpft, blickte ich noch einmal auf die Uhr – 27:59. Shit, es war sogar möglich unter 31:00 Minuten zu bleiben. Nun war es ein verbitterter Kampf gegen die Uhr. Leichter Gegenwind wollte mir einen Strich durch die Rechnung machen, doch als ich 300m vor dem Ziel wieder überholt wurde, konnte ich mich festbeißen und blieb bis zum Ziel dran – die Uhr stoppte bei 30:59 Min!!! Damit ist auf jeden Fall ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen.
Am Sonntag schaute ich noch den Frauen bei deren WM-Marathon zu und fuhr danach bestens gelaunt zurück. Es war ein geiles Wochenende! ;-)
Kommentare: 1
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#1
Was für ein schöner Bericht! Da kommen einem ja die Tränen ;-)
Schön, dass du uns auf diese Art immer so schön an deinen Läufen teilhaben lässt.
Danke und Grüße
Suse 
Dennis Mehlfeld
