So
20
Sep
2009
Airportrace Hamburg
Knappe 13 ½ Std nach dem Zieleinlauf in Otterndorf, ging’s in Hamburg zur Sache. Und das über 10 Meilen – 16,1 Km. Eigentlich jammere ich vor dem Start nicht herum, aber diesmal hatte ich schon schwere, müde Beine und geschlafen hätte ich auch gerne länger. Dennoch wollte ich laufen, also war ich selbst schuld. Und eigentlich wollte ich auch gewinnen...
So hoffte ich, dass das Rennen nicht zu schnell werden würde und ich mich lange „ausruhen“ könnte um irgendwann spät die Entscheidung zu suchen.
Natürlich hatten zwei Hamburger Konkurrenten etwas dagegen und gingen ziemlich flott an. So musste ich mich wirklich zusammenreißen um dran zu bleiben und konnte einfach keine bzw. kaum Führungsarbeit leisten. Zudem gefiel mir die Strecke auch nicht ganz so gut wie vor zwei Jahren, wo man über das Flughafengelände (neben dem Rollfeld) gelaufen ist. In diesem Jahr ging’s nur außen herum und durch das Parkhaus ist man diesmal auch nicht gelaufen. Also konnte die Strecke nicht so wirklich viel Freude vermitteln und ich musste mich mit meinen Beschwerden beschäftigen... und mit meinen beiden Mitstreitern, die tatsächlich alles daran setzten mich loszuwerden ;-) Die ersten 5 Km waren mit 16:08 Min schnell und bei mir lief es wieder ein bisschen runder als zu Beginn. Dennoch war es sehr anstrengend. Bei Km 8 versuchte ich trotzdem die beiden abzuschütteln, doch der Versuch scheiterte kläglich. Zunächst brauchte ich ziemlich lange um auf Touren zu kommen, dann paar hundert Meter später ließen sie locker. Allerdings war auch ich davon so kaputt, dass ich mich entschied sie wieder auflaufen zu lassen, weil ich es sonst nicht bis zum Ziel durchgehalten hätte. So ließ ich mich weiter ziehen. Nach 32:35 Min erreichten wir die 10 Km-Marke – zwar zwei Minuten langsamer als am Vorabend, aber ich habe mich viel schlapper gefühlt und die Beine wollten auch nicht mehr so recht. Man war das schwerfällig. Aber egal, ich wollte gewinnen und deshalb blieb ich so hartnäckig. Bei Km 12 habe ich noch einmal das Tempo verschärft und hab gehofft wegzukommen, aber einer von den beiden blieb dran. Damit hab ich nicht gerechnet und schon gar nicht damit, dass er einen Kilometer später dasselbe machen würde. So war ich es, der mitgehen musste. Aber ich sah es auch als Chance – als letzte Chance mich von ihm zu lösen. Unmittelbar nachdem er etwas locker ließ, hab ich noch einmal einen drauf gesetzt... und das war’s. Die Lücke wurde schnell größer und ich musste mich nur noch zwei Kilometer quälen, was ich auch tat, denn die Beine wollten nicht mehr und haben sich so schwer gemacht, wie es nur geht. Dann war der Sportplatz und das Ziel in Sichtweite und ich gewann nach 53:08 Min zum zweiten Mal diesen Lauf – ich war fix und fertig und sehnte nur noch das Bett herbei :-)
Kommentare: 1
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#1
Ach, endlich mal wieder ein paar neue Berichte. Da habe ich schon drauf gewartet. Herrlich, sie sind einfach immer wieder gut. Mach weiter so ... oder auch immer besser :-)
Viel Spaß weiterhin, aber auch Glück und Erfolg!
Suse 
Dennis Mehlfeld
