So
04
Okt
2009
Lauf durch das Alstertal
Der dritte Lauf vom Hamburger Laufcup führte durch das Alstertal – und der Lauf durch das schöne Alstertal (so heißt die Veranstaltung wirklich) macht seinem Namen auch alle Ehre. Die Halbmarathonstrecke ist herrlich und fast asphaltfrei. Man läuft auf einem Wanderweg an der Alster entlang, läuft über mehrere kleine Brücken und dann eine Schleife, wo es ein bisschen hoch und runter geht sowie Treppauf und –ab. Anschließend geht’s den Wanderweg wieder zurück. Allerdings war in diesem Jahr der Streckenverlauf wegen Brückenbauarbeiten leicht abgeändert – und das machte die Strecke kürzer, so um die 300 bis 400m.
Aber das war mir egal, ich wollte keine Bestzeit aufstellen, was auf dieser Strecke ohnehin schwierig gewesen wäre, sondern nur einen schnellen Lauf hinlegen. Mit mir am Start waren natürlich auch wieder die beiden „Hamburger“ Laufkollegen vom Airportrace (eigentlich sind es ein Algerier und ein Neuseeländer, also internationale Konkurrenz :-D). Allerdings lief es diesmal anders. Ich bestimmte das Tempo von Beginn an und wollte beide so früh wie möglich loswerden, was allerdings nicht gelang. Mourad und Jon-Paul sind eben auch gute Läufer. Nach 7 Km an der Spitze reichte es mir vorerst und die anderen beiden sollten auch mal bisschen was tun. Nun wurde das Tempo aber spürbar langsamer – die ersten Kilometer haben doch Wirkung gezeigt. Dann ging es auf die hügelige Schleife und ich lief zunächst hinten. An den Treppen (runter) habe ich immer ein paar Meter verloren, aber danach schnell wieder aufgeholt. Irgendwie hatte keiner von den beiden die Absicht so richtig Gas zu geben, also verschärfte ich an einem kleinen Anstieg kurz einmal das Tempo um bisschen Abwechslung hereinzubringen. Und ich lief wieder vorne. 10 Km waren geschafft und der nächste längere „Anstieg“ folgte. Diesen konnte man gut und schnell hoch laufen und das habe ich ausgenutzt. Ich habe solange auf’s Tempo gedrückt bis keiner von beiden folgen konnte und ließ erst einmal nicht locker. Ich zog oben herüber und runter war klar, dass sie mich nicht mehr bekommen, da habe ich schon am Anfang gesehen, dass ich da Vorteile habe. Also machte ich noch zwei, drei Kilometer Druck und konnte dann so langsam in ein Tempo verfallen, wo ich locker aber dennoch schnell laufen konnte. Die entgegenkommende Läufer applaudierten ganz höflich und so lief es sich ganz gut. Bis zum Ziel passierte dann nicht mehr viel und ich gewann in 1:09:29h - und war damit auch Sieger des Laufcups. Eigentlich schade, dass die Strecke zu kurz war – es wäre ne 1:10er Zeit geworden...
Dennoch war es wieder super und es ist ja schön, wenn man Konkurrenz hat, die einen auch fordert, da darf man nicht locker lassen :-)
Dennis Mehlfeld

