Do

10

Jun

2010

Lauf zwischen den Meeren - Staffel

1 ½ Wochen vor der Veranstaltung wurde ich gefragt, ob ich in der Staffel beim Lauf zwischen den Meeren für die Damp Holding AG, zu welcher mein Ausbildungsbetrieb gehört, mitlaufen würde. Ich sagte zu, obwohl ich wusste, dass ich einen Tag später in Neustadt einen Halbmarathon laufen wollte. Aber Staffelläufe sind in einer Einzelsportart schon etwas Besonderes und von der Veranstaltung habe ich vorher schon Gutes gehört, sodass meine Entscheidung nicht schwer fiel. So fuhr ich am Freitag nach Damp, nahm noch an der Pasta-Party teil und fiel dann ziemlich müde ins Bett.

Am Samstag war es noch nebelig als ich mich aus den Federn begab. Der Bus zu meinem Start fuhr auch schon um 7.20h. Ich sollte zweiter von unseren zehn Läufern sein, die sich die 96,4 Km teilten. Gestartet wurde in Husum an der Nordsee, Ziel war in Damp an der Ostsee. Lauf zwischen den Meeren eben. Mein Start war in Wittbek und ich musste bis nach Hollingstedt laufen. Die Streckenlänge war mit 10,6 Km angegeben. An meinem Startort angekommen, traf ich auch gleich erste bekannte Gesichter. So war das Warten nicht so langweilig. Es war nun kurz vor 09.00h. Unser Startläufer startete um 09.00h und ca. 09.40h sollte er mir das Staffelholz übergeben. So blieb nicht viel Zeit zu quatschen, denn auch für so einen Staffellauf muss man sich ordentlich erwärmen. Das tat ich dann. Irgendwann gg. 09.40h kamen die ersten Läufer zum ersten Wechsel. Mein Mannschaftskollege war noch nicht in Sichtweite. Der zweite Läufer vom drittplatzierten Team (Stand: 1. Wechsel) meinte vorher noch zu mir, dass wir uns bestimmt noch auf der Strecke sehen werden. Ich schaute bei dem Wechsel auf die Uhr. 1:30 Min später und knapp drei Minuten nach dem Ersten kam dann an Position 10 oder 11 Cornelius um die Ecke und ich durfte los. Auf dem ersten Kilometer sammelte ich sofort vier Läufer ein, der Rückstand war halt nicht groß gewesen. Die Laufstrecke war eigentlich ziemlich freundlich. Ein, Zwei kleine „Wellen“ und ab und zu sogar leichter Rückenwind und das bei Temperaturen von 17/18°. Bei so einer Strecke und dem Wetter konnte man gar nicht langsam laufen ;-) Also schonte ich mich nicht für Sonntag, sondern lief für mein Team. In der Ferne sah ich den nächsten laufen, den ich kurze Zeit später einholte. Und so ging es weiter. Einer nach dem Anderen musste dran glauben – und bei Km 5 (15:58) überholte ich den Dritten. Es war nicht der Laufkollege vom Wechselpunkt, der war auf Platz 2 vorgelaufen. Allerdings befand er sich jetzt in Sichtweite – genauso wie der erste Läufer. Ich setzte mir zum Ziel beide noch vor dem Wechsel einzuholen. Nach paar Kilometern war ich dann tatsächlich dran und überholte zunächst den Zweiten und kurze Zeit später den Ersten. Damit hätte selbst ich nicht gerechnet, doch es war so. Und es waren sogar noch zwei Kilometer zu laufen. Nun ging es um den Vorsprung, den ich meinem Staffelpartner mit auf den Weg geben würde. Bis zum Wechsel holte ich so noch 54 Sek heraus und wir führten. Damit hatte wirklich niemand gerechnet, nicht einmal Arnd, der nun den Staffelstab übernahm. Er rief nur noch: „Dennis, du bist verrückt“ ...und verschwand. :-) Alle staunten sie, dass nicht der Ostheimer, sondern ich für Damp als erstes da war. Ich hörte schon, dass einige gerne dabei gewesen wären ;-) Ach ja, so ist das doch ganz schön und mein Einsatz hatte sich schon gelohnt. Und meine Laufzeit war mit 33:22 Min ziemlich gut. Ich verbrachte dann noch bisschen Zeit in Hollingstedt, bis der Bus uns wieder nach Damp brachte. Dort, am Strand, warteten wir dann auf die ersten Staffel. Hier siegte dann erwartungsgemäß die Staffel des TSV Ostheim/Rhön. Wir wurden am Ende 5. und das von 469 Staffeln. Damit waren wir drei Plätze besser und paar Minuten schneller als im Vorjahr. Das war super und hat richtig Spaß gemacht. Und der Zieleinlauf war ebenfalls cool – direkt am Strand und alle anwesenden Staffelläufer begleiteten den Schlussläufer des eigenen Teams in das Ziel. Dann wurden noch paar Fotos gemacht und abends gab es die Siegerehrung für die besten 20 Teams. Anschließend noch Party, die ich allerdings ausfallen ließ, weil ich noch heim musste, denn ich wollte ja noch am Sonntag in Neustadt laufen. Aber es war auch so ein wunderschöner Tag. Denn: Staffelläufe sind echt schön und ich bin immer gerne bei so etwas dabei.

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