Sa
26
Jun
2010
BGL - 3.Etappe, Schneewittchen-Etappe
Hasselroth, 16.30h. Start zur Schneewittchen-Etappe. Vom Streckenprofil her etwas einfacher als die Vormittagsetappe, dennoch mit dem ein oder anderen Anstieg gespickt. Und ca. 16 Km lang. Zunächst ging es flach los und ich war wieder vorweg geprescht und habe den Radfahrer gejagt. Es war aber immer ein anderer Radfahrer, deshalb sollte dieser hier noch fit gewesen sein ;-) Mir ging es gut, allerdings machten sich die Vorbelastungen schon bemerkbar. Das Einlaufen fiel schon schwerer und auch auf der Etappe ging es beschwerlich los. Dennoch lief ich vorweg. Bei Km 4 stand das Kieler Pärchen und feuerte mich an, hinterher sollte ich erfahren haben, dass ich an der Stelle bereits 32 Sekunden Vorsprung hatte. Bei Km 6 kam ich dann an eine Verpflegungsstation und der Radfahrer meinte, er steige hier aus. Als ich um die Kurve lief, war mir der Grund klar. Denn ab hier ging es bergan. Zwar nicht so steil wie am Vormittag, aber mit dem Rad dennoch nicht ganz einfach. Laufend ging es gerade noch so. Nun war ich also ganz auf mich allein gestellt. 500m später lag ein Flatterband über den Weg, den ich gerade hoch lief. An dieser Stelle konnte man nach rechts abbiegen, was ich auch tat. Nun ging es über Rasen quer durch die Felder und am Ende konnte man rechts die Laufstrecke bei KM 5 sehen und links ging es auf geteertem Wege weiter bergan. Also lief ich links und drehte mich um. Hinter mir war keiner zu sehen. Irgendwie kam ich mir nicht richtig vor, der Weg über den Rasen war irgendwie nicht normal und da, wo ich links lief, war auch kein Pfeil auf dem Boden. Bis hierhin war immer alles super gut markiert. Ich lief dennoch weiter. Es kam der nächste Abzweig. Wieder ging es nach links. Dort sah ich dann wieder Flatterband und einen Streckenposten. Allerdings war mein Weg abgesperrt. Ich hatte mich verlaufen. Ich hätte beim ersten Flatterband, das anscheinend abgerissen und verweht war, den Weg weiter geradeaus laufen müssen. Ich hingegen bin ein „U“ gelaufen und damit paar hundert Meter mehr. Na gut, so habe ich dann noch ein bissl mehr von der Gegend gesehen ;-) Als ich dann wieder auf den richtigen Weg kam, kamen gerade der Zweite und Dritte vorbei. Beide kannten die Strecke, sodass sie „automatisch“ richtig gelaufen waren. Ich begnügte mich dann damit mit den beiden die letzten 9 Km in Angriff zu nehmen und so unterhielten wir uns noch bissl. So war es ganz nett. 5 Km vor dem Ziel erreichten wir den höchsten Punkt und hatten einen wunderbaren Blick auf den Zielort Gelnhausen. Jetzt ging es wieder nur bergab und hier fing ich dann langsam an in den Seilen zu hängen. Ich weiß nicht warum, aber hier fiel es mir schwer mitzulaufen. Ich hätte auf dieser Etappe durchaus noch Zeit verlieren können. Ich war so froh als wir den letzten Km erreichten und dann ging es auch wieder. So liefen wir gemeinsam ins Stadion und ins Ziel ein. In der Gesamtwertung änderte sich nichts und ich ging mit einem Vorsprung von 3:55 Min in den letzten Tag.
Doch der Samstag war noch nicht vorüber. Nein, kein Fußball, sondern abends ist noch Nudelparty mit Tombola (beides im Startgeld enthalten). Das Tombola-Los erhielt man mit der Anmeldung im Foyer der Stadthalle Gelnhausen. Die angemeldeten Teilnehmer wurden dort abgehakt und Begleitpersonen mussten hier noch bezahlen. Ich musste meinen Namen gar nicht mehr nennen, denn mittlerweile wusste (fast) jeder, wer ich bin :-) Dennoch musste auch ich meine Getränke selbst bezahlen und das tat ich natürlich. Soweit ja nix Besonderes, aber dass ich ausgerechnet dort eine Zwei-Euro-Münze mit dem Holstentor drauf in die Hand gedrückt bekomme, das war dann doch ein Zeichen. Und dann kam auch noch der Kieler ganz besorgt zu mir und fragte mich, ob mit mir denn alles in Ordnung sei. Er hatte Angst, die anderen hätten mich kaputt bekommen. Weil ich ja kein Vorsprung auf der dritten Etappe hatte. :-) Der Abend ging nett weiter, wieder Nudeln, so viel, wie man wollte und eine Tombola mit guten Gewinnen, aber auch mit Preisen, bei denen man Angst hatte, diese zu „gewinnen“. Dann trat noch eine Tanzgruppe auf und zum Abschluss wurde noch ein Märchen vorgetragen – Brüder-Grimm-Lauf eben. Anschließend ging es ins Bett bzw. in den Schlafsack.
Dennis Mehlfeld

