Sa
05
Mär
2011
Halbmarathon in Kiel
Der Lauf in Kiel gehört jetzt schon fast zum Standardprogramm in der Saisonvorbereitung. Zum vierten Mal in Folge war ich jetzt dort. Nach 2008 und 2009 das dritte Mal zum Halbmarathon. Ziel war es in diesem Jahr so nah wie möglich an die 1:10h zu laufen – oder noch schneller :) Dazu fehlte eigentlich nur ein guter Laufpartner mit ähnlichem Ziel. Der war allerdings nicht am Start, sodass ich die ganze Strecke alleine lief. Zum Glück hatte ich einen Radfahrer an meiner Seite – „meinen“ Radfahrer. Seit 2008 lauf ich nun hinter dem selben Radler hinterher... ich würde ihn ja gern mal einholen :) In diesem Jahr ließ er immer eine große Lücke zwischen uns, weil er sich nicht sagen lassen wollte, dass er mir Windschatten spendete. Das hätte er meinetwegen aber ruhig tun können. Der Wind wurde mit zunehmender Wettkampfdauer immer kräftiger. Hatte man die ersten 4,5 Km Rückenwind und nach 5 Kilometern eine super Zwischenzeit, so ging es dann rund 5 Km zurück gegen den Wind und hatte nach einer erneuten Wende noch bissl Rückenwind bis zur Start/Ziellinie. Da war eine Runde geschafft und die Zeit deutete auf eine 1:11h hin. Ich hatte gegen den Wind bissl Zeit verloren, aber noch hielt sich das Ganze in Grenzen. Auf der zweiten Runde spürte ich, dass der Wind bissl kräftiger war. Zunächst war das ja ganz gut (Rückenwind!), doch nach der Wende war der Ofen dann aus. Ich hatte das Gefühl, ich stehe. Ich war ziemlich langsam unterwegs und habe nur gedacht, wie unfit ich denn sei und dass der Zweite mich wohl jederzeit einholen würde. Nach diesen schrecklichen ca. 5Km kam dann endlich die Wende. Endlich wieder bissl Rückenwind und nur noch 1 Km bis zum Ziel. Mir kam der Zweitplatzierte entgegen und ich sah, dass er die gleichen Probleme hatte, denn ich hatte – wie auch immer – meinen Vorsprung weiter ausgebaut. Ich ließ es nach dieser Erkenntnis ruhiger angehen, die Zeit war eh schon vom Winde verweht. Nach 1:11:44 erreichte ich das Ziel und ich war froh, dass es vorbei war. Auch wenn die Zeit nicht die erwartete war, musste ich mich dafür doch ganz schön strecken. Letztendlich war es wieder einmal ein guter Vorbereitungswettkampf an der Kieler Förde. Und es hat Lust gemacht auf mehr... allerdings nicht auf „mehr“ Wind ;)
Dennis Mehlfeld

