So

10

Apr

2011

Waterloo Marathon... ähm, ich meinte Rotterdam

Eine Chronik

 

Vorbereitung: lief super gut, so gut fühlte ich mich noch nie vor einem Marathon, auch die langen Läufe waren „Selbstläufer“

 

Freitag, 08.04.: Anreise, lockerer 5 Km Trainingslauf, noch alles gut

 

Samstag, 09.04.: Rotterdam Sightseeing inkl. Maasturmbesichtigung (höchstes Gebäude der Niederlande) und Blick auf die Erasmusbrücke, anschließend Delft Sightseeing: hier war das Hotel und ein netter kleiner Ort mit alten Gebäuden und Kirchen und typischen Grachten, weiterhin alles gut

 

Sonntag, 10.04.: gut gefrühstückt, es konnte losgehen.

 

11.00Uhr: Marathonstart. Auf den ersten Meter rief jemand hinter mir: „Viel Erfolg, Dennis. Hau rein“. Ich drehte mich um, habe denjenigen aber nicht ausmachen können. Danke trotzdem. Hat nur nicht geholfen.

 

Km 2: Ich lief mit der Frauenspitze über die Erasmusbrücke, hatte mein Feld also schon gefunden.

 

Km 5: hier konnte man das Feyenoord-Fußball-Stadion sehen. Ich sah es nicht. Ich spürte meine Oberschenkel, knapp überhalb des Knies und wusste nicht, wo es herkam.

 

Km 10: 34:10 Min. Ich war voll im Soll und immer noch bei den Frauen. Nur meine Beine waren nicht mehr ganz frisch.

 

Km 15: ...und wieder ein Verkehrsberuhigungshügel, den ich übersah. Ich lief mitten im Feld und stolperte bei diesen „Hügeln“ ganz oft vor mich hin. Meine Beine wurden immer schwerer, Hauptproblem war der oben beschriebene Punkt.

 

Km 21,1: Hälfte geschafft, immer noch bei den Frauen, aber am Verzweifeln, was die Beine anging. Durchgangszeit war super, nur das half ja nicht: 1:12:35h.

 

Km 25: kurz vor der Erasmusbrücke. Die Brücke hoch verlor ich dann den Anschluss zur Frauenspitze. Meine Beine gingen in den Streik und ich nahm Tempo heraus.

 

Km 30: Ziel war es jetzt nur noch zu finishen. Ich lief jetzt eigentlich nur noch mit hängendem Kopf durch die Gegend, dabei befand ich mich an einem super schönen Stück der Strecke, es war so eine Art Park, rechts und links nur sattes grün.

 

Km 35: die letzten 5 Kilometer in über 20 Minuten. Der Lauf war für mich schon längst beendet. Umso verwunderlicher, dass ich in meinem Schneckentempo noch zwei Mitläufer überholte... der eine ging und der andere ist noch langsamer gelaufen als ich... doch das ermunterte mich nicht mehr und ich trottete weiter.

 

Km 40: endlich nur noch zwei Kilometer. Die letzten 5 Kilometer in 22 Minuten getrabt. Jetzt am vielen Publikum vorbei und alle so freundlich und fröhlich. Schade, dass ich mich nicht in irgendeinem Feld verstecken konnte.

 

Zieleinlauf: 2:37:09.

 

Heute: Rotterdam abzuhaken fiel mir lange Zeit schwer, da ich vorher so gut drauf war. Doch spätestens jetzt habe ich es geschafft. 2:37h ist nicht das, was ich kann, aber auch kein Weltuntergang ;)

 

Analyse: die Vorbereitung war top. Ich hatte allerdings eine Änderung vorgenommen und bin mal auf Laufschuhe einer anderen Marke umgestiegen. Im Training waren sie auf kurzen Strecken gut, auf langen war mir nichts außergewöhnliches aufgefallen. In Rotterdam rächte sich das leider. Es lag an den Schuhen. Hört sich jetzt doof an, war in dem Fall aber so. Ich hatte mal was anderes probiert und es ging schief. Seitdem bin ich wieder zurückgekehrt zu meinen „alten“ Laufschuhen und damit geht’s mir wesentlich besser.

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