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 *****   Neuigkeiten   ***** 

 

31.07.2019 - Lauferlebnisse im Juni/Juli

 

Juni

Das Highlight im Juni war der Liechtenstein Marathon. Ein wirklich schöner Bergmarathon, der alles beinhaltete, was ich mag. Die Strecke führte zunächst entlang des Rheins, kurz durch Vaduz und von da an steil bergauf, unter anderem auch durch ein Wäldchen. Nach 20 Km wurde es wieder flacher, bevor es in den Schlussauf- und abstieg ging. 5 Km vor dem Ziel war das Ziel in Malbun schon nah, doch die Strecke führte nochmal kurz auf und ab - und wieder weg von Malbun... nach 3:52h erreichte ich dort das Ziel und war sehr glücklich mit Platz 12 und einer Zeit von unter 4 Stunden bei einem Marathon mit mehr als 1800 Höhenmetern.

 

Wettertechnisch den Vogel abgeschossen hat mal wieder Hamburg - ein Halbmarathon bei 35 Grad im Schatten... (im April der nasskalte Marathon und nun das). Trotz der Bedingungen lief ich 1:17h - damit bin ich tatsächlich sehr zufrieden. Es war so drückend heiß, dass ich damit unter die Top30 lief... was ich unter normalen Bedingungen nicht geschafft hätte.

 

Juli

Nur einen Wettkampf bestritt ich in diesem Monat: MEINEN Wettkampf. Der Mitternachtslauf in Heiligenhafen ist seit jeher einer meiner Lieblingsläufe... und ich hatte ihn schon 11x gewonnen. Der Start um 23 Uhr bringt ein besonderes Laufambiente mit sich, welches man in dieser Form selten hat. Wenn man dann bei Km 6 an das Meer kommt (Promenade) und die See hört, ist es um einen geschehen, der Lauf ist einfach sooo schön. Und wenn man dann einen vergleichbar "ruhigen" Abend hat, so wie ich in diesem Jahr, ist es natürlich umso schöner: ich gewann dieses Rennen zum 12. Mal! 

 

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22.05.2019 - Grand Prix von Bern / Göteborgsvarvet

 

Dass die Form gut ist, hat man ja trotzdem in Hamburg gesehen (bis Km 27), nun habe ich diese Form über die regenerative Phase nach dem Marathon gut konservieren können. Die Ergebnisse in Bern und Göteborg waren besser als erwartet.

 

GP von Bern

Hier war ich zum ersten Mal am Start... wiederholenswert ist der Lauf alle mal. Die Stadt hat mir sehr gefallen inmitten sanfter Hügel von der Aare durchzogen... und auch der Lauf war - wie die Schweizer Läufe allgemein - bestens organisiert. Hinzu kam ein Stadtparcours mit zahlreichen Zuschauern an der Strecke und ein gut besetztes Feld. Kein geringerer als Geoffrey Kamworor siegte, einer der schnellsten Schweizer, Tadesse Abraham, war auch dabei und Skilanglauf-Olympiasieger Dario Cologna kam 5 Sekunden vor mir ins Ziel. Ich war mit meiner Leistung (3:27min/km) über die welligen, "schönsten 10 Meilen der Welt" (Schweizerische Bescheidenheit :-D) sehr zufrieden.

 

Göteborgsvarvet

Alle Jahre wieder zieht es mich im Mai nach Göteborg... nun war ich zum bereits 9. Mal da. Mein Ziel war eine Verbesserung der Zeit aus dem letzten Jahr (1:13:36), was mir am Ende gelang und zwar viel deutlicher als erhofft. Es wurde meine drittbeste Göteborgzeit und die schnellste seit 2012! Es war für mich ein sehr gleichmäßiges Rennen - trotz unterschiedlichem Streckenprofil. Meine 5 Km Splits:

17:03 / 17:01 / 17:04 / 16:47... ja, als ich sah, ich könnte sogar unter 1:12h bleiben, taten selbst die kleinen, fiesen Anstiege auf dem Rückweg zum Stadion nicht mehr soo weh und ich konnte an Tempo zulegen. Überglücklich kam ich ins Ziel und war mir gar nicht bewusst, dass ich meine Saisonbestzeit nur um drei Sekunden verpasst hatte... was wäre wohl auf einer flachen Strecke an diesem Tag möglich gewesen? ;-) Müßig darüber zu spekulieren, ist auch nicht mein Fall... ich freue mich über diese genial-gute Zeit und auf meinen 10. Göteborg Halbmarathon 2020!  

 

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08.05.2019 - Hamburg Marathon - vergleichbar mit den Leistungen des HSV

 

Nee, das war mal nix. Wie schon in Tokyo, war der Wettergott nicht auf meiner Seite. Der zweite Regenmarathon in Folge... und zum zweiten Mal nicht mehr als 10 Grad... ich mag doch einfach nur mal einen Marathon bei normalen Bedingungen laufen, sie müssen ja nicht für mich perfekt sein, aber besser als in Hamburg und Tokyo.

Anders als in Tokyo hatte ich Ambitionen für den Hamburg Marathon, ich durfte ja sogar noch einmal als Eliteathlet an den Start gehen - ein großer Dank an die Orga. Eine Zeit um die 2:35h ist zwar nicht wirklich elitewürdig, war aber eine realistische Zielvorstellung meinerseits. Der Vorbereitungshalbmarathon in Berlin lief auch super gut mit seinen 1:13:52h und der Vorbelastung von 25 Km zwei Tage zuvor.

Nun stand ich also in Hamburg und versuchte, das schlechte Wetter wegzudenken. Die Vorfreude siegte auch und los ging's. Die erste Hälfte fühlte ich mich blendend und absolvierte diese in 1:14:35h. Bis Km 27 lief es rund, dann wurde es schwerer und ich verlor Anschluss an meine Gruppe. Trotzdem war die Zwischenzeit bei Km 30 (1:47:33h) für meine Zielsetzung noch richtig gut. Doch ich merkte langsam meine hinteren Oberschenkelmuskeln, die dauerhaft von der, an der Haut klebenden, Hose "gekühlt" wurden. Nun fiel ich in ein Tief, aus dem ich nicht mehr herauskam. Es gipfelte zunächst in kleinen Krämpfen in den Oberschenkeln. Dann nahm mich Sebastian Hallmann, der Tempomacher der zweiten Frauengruppe, auf seinem trabenden Rückweg zum Zielgelände mit und unterhielt mich. Vielen Dank nochmal! So ging es bis Km 37 zwar locker, aber langsam weiter. Dann traf Sebastian auf Freunde am Streckenrand und ich musste die letzten 5 Kilometer alleine absolvieren. Ich versuchte noch einmal etwas schneller zu werden, doch meine krampfenden Oberschenkel verhinderten dies. So trabte ich vor mich hin und bekam trotzdem bei Km 41 nochmal einen Krampf, der mich zum Stehenbleiben zwang. Nach paar Sekunden "andehnen" ging es auf den letzten Kilometer, schulterzuckend an Freundin und Vater vorbei, Richtung Ziel. Auf der Zielgeraden bekam ich fast noch einen Krampf... es war am Ende ein gebrauchter Tag. Mit 2:47:40 bin ich definitiv nicht zufrieden gewesen.

Es war also wie beim HSV: große Ambitionen, halbwegs gute Ausgangsposition nach 2/3 der "Saison" (Strecke) und am Ende alles "verspielt"... aber so wie der HSV eine weitere Zweitligasaison angehen wird, werde ich auch den nächsten Marathon angehen :-D

 

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02.04.2019 - die letzten Ergebnisse und die neuesten Erlebnisse ;-)

 

50-Tage-Streak

Mein "Neujahrsvorsatz" habe ich in die Tat umgesetzt und bin bis einschl. zum 25.02.2019 jeden Tag mindestens 5 Km gelaufen. Das Endergebnis war ein 61-Tage-Streak :-) Das regelmäßige Laufen tat mir richtig gut.

 

Barcelona Halbmarathon

In Vorbereitung auf den Tokyo Marathon wollte ich in Barcelona sehen, was die Form über die halbe Distanz macht. Und die "Generalprobe" lief bei besten Witterungsbedingungen perfekt. Im Vorwege hatte ich mit einer Zeit von unter 1:12h geliebäugelt, weil ich meine Form so einschätzte. Am Ende war ich nicht nur über das Ergebnis (1:11:32h), sondern auch über meine Einschätzung und Form happy! Es lief an dem Tag echt super... und konstant. So wurde es meine schnellste Halbmarathonzeit der letzten 11 Monate.

 

Tokyo Marathon

Tja, da stand ich. Pitschnass im Regen. Leicht frierend. Leicht niedergeschmettert. Und dabei war ich noch nicht mal gestartet! Der Morgen begann mit Regen und 5°C. Um es vorwegzunehmen: das Wetter wurde nicht besser, im offiziellen Bericht steht, dass es zwischen 4,7°C und 6,7°C kalt war. Und aufgehört zu regnen hat es den ganzen Tag nicht....

Und das bei einem der größten Marathons. Der Horror. Zum Glück und im Vergleich zu den amerikanischen World Marathon Majors musste man nicht stundenlang im Startbereich ausharren... aber die 30 Minuten im Startblock waren alles andere als angenehm. Ich war froh ohne große Erwartungshaltung angereist zu sein, weil dieses Wetter überhaupt nicht meins ist. Unter 3 Stunden war die Zielsetzung, also konnte ich es locker angehen. Und das tat ich zunächst auch und lief mich auf den ersten Kilometern des Rennens erstmal halbwegs "warm". Nur die Beine wollten nicht so richtig auf Betriebstemperatur kommen. Ich musste es so hinnehmen und lief ein angenehmes Tempo. Die Halbmarathonmarke passierte ich nach 1:20:30h... und ich fühlte mich blendend. Das blieb eigentlich auch so, noch bei Km 33/34/35 dachte ich, ich könne es unter 2:40h schaffen. Doch dann kam die letzte Wende und die letzten 6 Km ging es gegen leichten Wind zurück in Richtung Ziel. Der Wind kühlte die Muskeln noch weiter ab, sodass ich trotz wirklich guter Verfassung nicht mehr schneller wurde. Nach 2:41:33h war es vorbei und das große Frieren begann. Es waren wirklich keine guten Witterungsbedingungen :-( Trotz des Wetters überwog allerdings die Freude über das Erreichte. Endlich wieder ein konstant zu Ende gelaufener Marathon, eine gute 2:41h und 23 Min schneller als 2016.

 

Stramilano (Mailand Halbmarathon)

Drei Wochen nach Tokyo wurde ich mit sehr gutem Wetter belohnt: 20 Grad, Sonne. Das liegt mir und so habe ich das Rennen auch mit einer guten 1:13:21h beendet - und das, obwohl ich noch gar nicht wieder richtig trainiert hatte. Deshalb strahlte ich mit der Sonne um die Wette ;-)

 

Ibbenbürener Klippenlauf

6 Tage nach Mailand kam der nächste "Härtetest", der Klippenlauf. Neun steile Anstiege des Teutoburger Waldes auf und ab zu bewältigen, das war das Ziel. Streckenlänge: 24,7 Km. Ich ging verhalten an und fing mit der ersten "Klippe" an, die vor mir laufenden einzusammeln. Eigentlich hatte ich mir gar nichts ausgerechnet, doch als ich nach knapp 12 Kilometern in Führung ging, wollte ich diese auch behalten. Am Ende schrammte ich knapp am Streckenrekord vorbei - 5 Sekunden fehlten - und gewann in einer für das Profil doch ganz guten Zeit von 1:32:47h.