"Nachtlauf" in Hamburg

Dieser Lauf ist kein richtiger Wettkampf. Das sieht man schon daran, dass erstmals mit dieser 5. Auflage überhaupt eine Zeitmessung stattfand. Wer also nur auf Zeiten oder Plätze schielt, der ist hier völlig fehl am Platz. Aber dass man das auch nicht benötigt um einen teilnehmerstarken Lauf über die Bühne zu bringen, zeigt der Nachtlauf. Über 3.000 Läufer nahmen teil und fast alle nur, weil sie Spaß am Laufen haben.

Es gab auch keine Startnummern – das Funktionsshirt, dass man mit der Anmeldung bekam, galt als Teilnehmerkennzeichnung (nur hiermit konnte man sich während und nach dem Lauf verpflegen), Zeitmessung per Chip. So trugen alle 3.000 Leute das gleiche Shirt! Welch Anblick... Das einzige was vielleicht nicht ganz passt ist der Name der Veranstaltung – unter Nachtlauf verstehe ich nicht unbedingt einen Lauf, der im Sommer um 21.45h startet. Aber egal, es war bewölkt und dementsprechend etwas dunkler als zu dieser Zeit üblich. Die Strecke ist bei Hamburgern allseits bekannt – einmal um die Außenalster. Ich entschied mich für die 15 Km und durfte zweimal herum. Es ist abends richtig schön dort zu laufen und für mich war es ohnehin das erste Mal, dass ich direkt um die Alster gelaufen bin, sonst (Marathon, Halbmarathon, Alsterlauf) läuft man ja nur auf den Straßen dort entlang.

Es war schön... und ich fühlte mich richtig gut. Es passte also alles zusammen und Leistung und Spaß schließen sich ja auch nicht aus... deshalb war ich flotter unterwegs als ich wollte - aber egal mein „Führungs“-Radfahrer sollte ja auch ein bisschen strampeln müssen ;-) Und ich glaube, er war ziemlich froh als wir das Ziel erreichten... zumindest machte es so den Eindruck ;-)

Eine Siegerehrung gab es nicht, was ich für diese Art der Veranstaltung aber total in Ordnung finde. Mir hat’s jedenfalls Spaß gemacht.

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