Staffel mal anders: schnellstes Team, aber am Ende nur 3.

Diese Windräderstaffel in Zarpen ist schon eine besondere Veranstaltung, denn nicht, wer als Erstes das Ziel erreicht, hat gewonnen, sondern das Team, das unter Berücksichtigung der Zeitbonifikationen die schnellste Zeit erzielt. Klingt kompliziert... und ist es auch. Aber dadurch ist es halt spannend bis zur Siegerehrung und nicht nur bis zur Ziellinie.

Ich versuche mal die Regularien in vereinfachter Form darzustellen: vorgegeben ist, dass ein Team aus vier Läufern besteht. Diese vier Läufer sollen so alt sein: bis 11 Jahre, 12-30 Jahre, 31-40 Jahre und älter als 40 Jahre. Startet die Staffel ohne einen jungen und/oder alten Läufer gibt es einen Zeitaufschlag. Für jede weibliche Teilnehmerin der Staffel gibt’s eine Zeitgutschrift genauso wie für Läufer/innen, die älter als 50 Jahre sind. Kommen mind. 3 Staffelmitglieder aus einer Familie, gibt’s ebenso eine Gutschrift. Und auch die drei läuferisch schnellsten Teams werden mit Zeitgutschriften belohnt.

So, dann zur Strecke. Für schleswig-holsteinische Verhältnisse sehr anspruchsvoll - auf den 1,8 Km gibt es kein „flaches“ Stück , sondern es geht nur hoch und runter. Aber nicht jeder aus dem Team läuft nun 1,8 Km – das wär ja zu einfach.

Der erste Läufer darf 1,8 Km laufen, wobei er mehr hoch läuft als runter. „Oben“ (bei den Windrädern - s. Veranstaltungsname) ist dann der Wechselpunkt. Läufer zwei darf nun herunter laufen – bis zum Start – und anschließend wieder hinauf. Also 3,6 Km. Der dritte tut’s ihm gleich. Und der vierte Läufer hat die wohl einfachste Aufgabe: er darf die 1,8 Km hinunter laufen. Dort befindet sich das Ziel.

Wie man sieht ist diese Veranstaltung so etwas wie ein Überraschungsei – eine Mischung aus Spannung, Spiel und Spaß.

Und deshalb war es natürlich auch in diesem Jahr wieder sehr schön, auch wenn mein Team am Abend vor dem Wettkampf eine bittere Pille schlucken musste: meine Schwester meldete sich krank und fiel damit aus. Immerhin fanden wir Ersatz. Aber da der Ersatzläufer weder zur Familie gehörte noch weiblich war, wurden unsere Gutschriften gestrichen. Und da wir weiterhin keinen Läufer unter 12 dabei hatten, bekamen wir sogar noch eine Minute draufgeschlagen. Damit hatten wir z.B. auf unser zweites Vereinsteam schon vor dem Start einen Rückstand von acht(!) Minuten und waren Letzter. Aber das war ja nicht das Wichtigste. Wir freuten uns auf den Staffellauf und ich mich zusätzlich auf die schöne Strecke. Dann war Start – für alle Teams gemeinsam, die Gutschriften werden erst hinterher abgezogen. Unser Startläufer wechselte „oben“ als Drittplatzierter und unser zweiter Läufer hielt die Position. Anschließend brachte ich uns in Führung und unser Schlussläufer lief es souverän nach Hause. Dafür bekamen wir nun auch eine Gutschrift und fragten uns, wieweit wir uns denn noch nach vorne gekämpft hatten. Aber wir mussten uns ja bis zur Siegerehrung gedulden. In der Zwischenzeit konnte reichlich Kuchen zu sich genommen werden, denn bei dieser Veranstaltung der anderen Art ersetzte ein mitgebrachter Kuchen das Startgeld. Als alle gesättigt waren, kam noch einmal Spannung auf. Die Siegerehrung fand statt.

Und wir haben es tatsächlich noch auf das Treppchen geschafft. Platz 3 in der Endabrechnung.

Nach dem alle teilnehmenden Teams geehrt worden sind, gab es für jeden Teilnehmer noch ein Stück von der Jubiläumstorte und damit war die 10. Ausgabe der Zarpener Windräderstaffel beendet. Alle verließen die Halle glücklich und zufrieden. Es war wieder eine sehr schöne, familiäre Veranstaltung.

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Kommentare: 1
  • #1

    Kathrin Schippmann (Donnerstag, 07 Januar 2010 14:44)

    Hallo Dennis,

    ein sehr netter Artikel.
    Ist mir sehr peinlich;Habe erst kurz vor Weihnachten von Deinem gigantischen Erfolg in München erfahren.Glückwunsch dazu und für den Sieg in Ratzeburg!!!!
    Wünsche Dir für dieses Jahr noch mehr solche Erfolge!!!
    Blieb gesund und topfit!!!!!
    Sportliche Grüße
    Kathrin