Adventslauf um den Ratzeburger See

So ein super Wetter hat man am 1. Advent selten. Fast 10°C, trocken und nur ganz wenig Wind. Also beste Bedingungen um mein Ziel, unter 1:30h zu bleiben, zu erreichen. Die Frage war nur, ob ich dazu alleine laufen musste oder ob unerwartet gute Konkurrenz mit am Start war. Die Antwort kam prompt, denn auf den ersten Metern war schon abzusehen, dass es ein einsames Rennen werden würde. Was natürlich auch schlecht für diesen Bericht ist, denn es gibt halt nicht so viel zu schreiben ;-)

Na gut, ich jagte die beiden Radfahrer, die mich begleiteten und konnte mein Rennen so gestalten, wie ich es wollte. Training unter Wettkampfbedingungen.

Um mein Ziel zu erreichen musste ich fünf Kilometer jeweils in 17:18 Min zurücklegen. Die ersten Fünf waren mit 17:07 im Soll. Dann kam die erste Verpflegungsstation, wo alle Helfer noch im Tiefschlaf steckten. Ich bekam mein Wasser gerade noch so und war wenig begeistert darüber, dass das so schleppend ging. Und dann war das Wasser auch noch ekelig warm! Wahrscheinlich deshalb bekam ich dann kurzzeitig Seitenstiche, die legten sich aber wieder. Bei Km 10 hatte ich 34:31 auf der Uhr stehen und lag damit fünf Sekunden unter dem Fahrplan. Es lief. In Rothenhusen (Km 12,5) standen dann endlich mal ein paar mehr Zuschauer und ich fühlte mich nicht ganz so allein für diese paar Sekunden. Dann ging es auf den meistens durch Gegenwind geprägten Streckenabschnitt zwischen Rothenhusen und Buchholz. Spätestens hier wurde das ganze dann zur Kopfsache. Keine Hügel mehr mit denen man sich die Zeit vertreiben konnte. Nur flach, aber zum Glück auch nur ganz wenig Gegenwind. Die beiden Radfahrer waren immer so um die 50 Meter voraus und ich auf weiter Flur allein. Es gibt definitiv spannendere Läufe. Die Kilometer zogen sich nur so hin, dafür lief es aber, mit Blick auf die Uhr, trotzdem ganz gut. Nach 20 Km, wovon die letzteren 7,5 Km immer zermürbender wurden, zeigte die Uhr 1:08:24 an. Ich lag damit weiterhin voll auf Kurs. Und ich freute mich auf die bevorstehende Abwechslung, denn es ging noch mal ein paar Hügel hinauf. Allerdings sollten die auch ein wenig Zeit kosten. War aber egal, denn ich hatte ja Vorsprung auf meine Zielzeit. Einen Km vor Schluss konnte ich mir sicher sein es unter 1:30h zu schaffen, denn ich hatte noch knappe 4 Min Zeit. Ich finishte dann in 1:29:45 und war froh wieder unter Leuten zu sein ;-) Und ich habe meine Aufgabe gut gelöst, denn auch die beiden Radfahrer waren zumindest ein bisschen erschöpft :-) 

Für mich war es nach vier Wochen „Pause“ der Einstieg in die neue Saison und dafür ging es in Ordnung. Darauf werde ich jetzt aufbauen.

Allen treuen Lesern wünsche ich eine schöne Adventszeit! ;-)

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