Lümmellauf in Ahrensburg

Und wieder ein neues Jahr. Wie jedes Jahr beginnt das Laufjahr mit dem Lümmellauf in Ahrensburg. Doch was ist das Besondere an dem Lauf? Eigentlich nix, wenn man die Strecke betrachtet. Bissl Straße, bissl durch’n Wald, ab und zu eine klitzekleine Steigung. Doch der Lümmellauf bedeutet auch Moor und Wurst – und das lockt nicht nur mich immer an diesen Ort. Mit Moor meine ich eine Passage, die wir über einen Steg/eine Brücke laufen müssen – eigentlich immer mit nassen Füßen verbunden. Wurst heißt Bockwurst – die im Startgeld mit inbegriffen ist und den „berühmten“ Namen „Hagener Lümmel“ trägt. Sehr lecker.

Also Gründe genug um zu laufen. Ich wollte wie in den vergangenen vier Jahren wieder zwei Runden laufen, sprich 19,3 Km. Ich erwartete eine matschige Angelegenheit aufgrund des Tauwetters, das in der Woche schon für reichlich nasse Füße gesorgt hatte. Doch wider Erwarten sollte die Strecke in einem Top-Zustand sein. Die Waldwege waren super zu laufen, nicht mal tiefer Boden und überhaupt nicht matschig. Wenn man meckern wollte, dann über den Sand, der auf den Straßen lag... aber ich fand das nicht schlimm. Und das Wetter spielte auch mit. Wenig Wolken am Himmel, trockene, frühlingshafte Luft und die Temperatur deutlich in den Plusgraden. Es war schön – so wie mein Lauf an sich. Von Beginn an vorne und keiner, der mithalten wollte oder konnte. Aber das sollte man auch nicht überbewerten, es ist schließlich nur der Lümmellauf und kein großer teilnehmerstarker Lauf. Deshalb hatte ich mir keine Platzierung vorgenommen, sondern ein Zeitziel: die zweite Hälfte schneller als die erste. Nach 5 Km wurde mir klar, dass das ein schwieriges Unterfangen werden würde, denn ich war flott unterwegs. Lag wohl auch daran, dass ich unbedingt so viele 9,7 Km Läufer wie möglich einholen wollte. Die starteten nämlich 25 Minuten vor mir. Auf dem o.g. Steg (Km 5,5), der in diesem Jahr vergleichsweise „stumpf“ war (natürlich war er glatt, aber nicht so wie sonst), begann ich einzuholen. Nun war ich also nicht mehr alleine. Nach 3,5 weiteren Km war es aber auch schon wieder vorbei, denn ich musste abbiegen um auf die zweite Runden zu gehen. Nach der ersten Runde zeigte die Uhr exakt 32 Min. Ja, es lief sehr gut und so fühlte ich mich auch. Allerdings wohlwissend, dass die zweite Runde trotzdem hart werden würde, weil ich sie ja schneller laufen wollte. In dieser zweiten Runde musste ich bissl länger alleine laufen, bis ich das Ende meines Feldes erreichte und anfing zu Überrunden. Auf den letzten Kilometer war es dann ein Wettrennen gegen die Zeit. Ich sah, dass es mit der schnelleren Hälfte knapp werden würde. Also gab ich noch etwas mehr Gas. Es hatte sich gelohnt. Die Endzeit 1:03:53. Die zweite Hälfte war 7 Sek schneller. Damit hatte ich mein Ziel erreicht. Was mich erfreute, war die Tatsache, dass ich so gut drauf war. Ich glaube, so langsam komme ich wieder in Schwung...

Ach ja... zum Abschluss gab es natürlich den leckeren „Hagener Lümmel“ :)

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