Weihnachtslauf auf St. Pauli

Zum ersten Mal lud die Triathlon-Abteilung des FC St. Pauli zum X-Mess-Run ein. Wie es sich bei diesem Verein gehört, war selbst die Ausschreibung fernab der bekannten Gepflogenheiten. So durften 700 „Willige“ teilnehmen („laufen, gehen oder egal...“), Vermummung war erwünscht und Kinder unter sechs Jahren sollten geschoben oder getragen werden. Zudem sollte es im Ziel eine weihnachtliche Totenkopf-Medaille und Glühwein „mit oder ohne Umdrehungen“ geben. Allein die Ausschreibung zu lesen, bereitete schon Freude. Die Teilnahmegebühr betrug 12€, wovon 5€ zugunsten der St. Pauli Fanräume gespendet wurden. Auch wenn ich kein Pauli-Fan bin, war ich begeistert von dieser Lauf- und Spendenidee und meldete mich sofort an.

Und das alles nur für einen 5-Km-Lauf. Aber es lohnte sich.

Knapp 600 Weihnachtsfrauen und -männer, Engel, anders Verkleidete und Läufer nahmen teil. Ich trug eine Weihnachtsmannmütze und dazu eine rote Laufjacke... mehr Schnickschnack musste jetzt auch nicht sein. Schließlich wurde nicht nur das beste Kostüm prämiert, sondern auch die ersten drei Frauen und Männer. Beim FC St. Pauli zu gewinnen und dann noch die Premiere, das hätte schon was, also setzte ich mir das zum Ziel.

Kurz vor dem Start wurde noch Hells Bells gespielt, um die rund 550 Paulianer auf Hochtouren zu bringen und anschließend gab’s den Startschuss. Es ging nun vom Vorplatz des Millerntorstadions Richtung Stadion, dort unter der Haupttribüne entlang und dann um das Heiligengeistfeld herum. Auf dem ersten Kilometer hatte ich noch Begleitung von zwei Widersachern, doch ich konnte mich dann ein wenig lösen. Es ging jetzt auf eine Parkrunde in Planten un Blomen, die zweimal zu durchlaufen war. Hier sprach ich dann meinen Radfahrer an, der mich bis dato nicht erkannt hatte (und ich hatte ja nur eine Mütze auf :D). Karsten ist Veranstalter vieler Läufe in Hamburg (u.a. Alsterlauf) und war auch bei diesem Lauf Mitorganisator. Er ließ es sich nicht nehmen, mal selbst den Führungsradler zu geben, doch da hatte er nicht mit mir gerechnet ;) Er sagte nur: „Ach, Dennis! Und ich wundere mich schon was ich so in die Pedale treten muss“ Tja, ich musste ihn mal zum Schwitzen bringen :) Und dann kam auch noch Arbeit auf ihn zu. Auf meiner zweiten Parkrunde überholten wir unzählige Weihnachtsmänner. Es war total lustig sich das anzusehen. Eine schöne Veranstaltung – nicht nur für Pauli-Fans. Nach der kurzweiligen zweiten Parkrunde ging’s den gleichen Weg wie zu Beginn zurück, ich nahm ein wenig Tempo heraus und nach ca. 5 Km und 16:11 Min war es schon wieder vorbei. Im Ziel gab’s neben der Medaille Verpflegung nach Saison – was bedeutete Glühwein, Spekulatius und Pfeffernüsse.

Es war eine spaßige, schöne, weihnachtliche Laufveranstaltung –

und das nicht nur für Pauli-Fans.

Die schnellsten Weihnachtsmänner (Bild lässt sich durch Anklicken vergrößern)
Die schnellsten Weihnachtsmänner (Bild lässt sich durch Anklicken vergrößern)

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